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Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen

Der 1. September 2020 ist Weltfriedenstag. An diesem Tag jährt sich zum 81. Mal der Überfall Nazideutschlands auf Polen. Die Führung des Dritten Reiches begann ihren verbrecherischen Angriffskrieg, in dessen Folge ganz Europa verwüstet und über 60 Millionen Menschen getötet wurden. Erst am 8. Mai 1945 wurde in Europa der von Deutschland ausgehende Zweite Weltkrieg durch die Alliierten beendet, in dem die Sowjetunion die Hauptlast trug. Nie wieder soll Krieg von deutschem Boden ausgehen. Diese Verpflichtung gegen Aufrüstung und Krieg wurde von den Müttern und Vätern als Friedensgebot im Grundgesetz verankert. Der Weltfriedenstag ist deshalb Anlass, an der Seite der Friedensbewegung an dieses Friedensgebot zu erinnern.

Die Einhaltung der Verpflichtung des Grundgesetzes und eine Politik, die auf Deeskalation und Entspannung statt auf das Schüren von Konflikten setzt, muss Verpflichtung für alle friedliebenden Menschen sein. Der Friedensnobelpreisträger Willy Brandt sagte dazu: „ Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen.“

Deshalb muss die Bundesregierung endlich auf Abrüstung setzen und den Verteidigungshaushalt nicht weiter aufblähen, um das Zwei-Prozent-Ziel der NATO zu erreichen. Wir brauchen kein Geld für neue Panzerarmeen, Kriegsflotten und Kampfflugzeuge, sondern Investitionen in einen starken Sozialstaat, soziale Sicherheit, in die Infrastruktur und in einen sozial-ökologischen Umbau angesichts der durch den Klimawandel erzeugten Katastrophen.

Der 1. September ist Anlass und Verpflichtung, sich stark zu machen gegen Krieg, Aufrüstung und Militarisierung und für Kooperation, Austausch und zivile Konfliktbewältigung. Damit eine friedlichere Welt möglich wird.

Kersten Steinke, 31.08.2020