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Betroffenen von Mobbing im Arbeitsleben besser schützen

Wer kennt das nicht: massive Schikane, Beschimpfung, Isolierung, Ausschluss von Informationen und Ärgernis am Arbeitsplatz oder im Umfeld. Mobbing hat weitreichende negative Folgen für die Gesundheit wie auch für die berufliche und private Situation des Opfers. Die Folgen von Mobbing richten aber auch gesamtgesellschaftlich Schaden an, ökonomisch, betrieblich und gesellschaftlich. Gewerkschaften und Forscher*innen berichten, dass einige Unternehmen Mobbing als Strategie verwenden, um ihre Mitarbeiter zur Kündigung zu bewegen.
Laut Mobbing-Report erkranken 43,9 Prozent der Betroffenen, fast die Hälfte davon länger als sechs Wochen. 53,2 Prozent der Betroffenen leiden unter Angstzuständen, 60,9 Prozent unter Nervosität und 57 Prozent unter Leistungs- und Denkblockaden.

Mobbing macht nicht nur krank. Mobbingereignisse im Umfeld der Familie, der Schule und im Beruf wie z.B. bei der Polizei können - wie viele Fälle zeigen - Ursache für Selbsttötungsversuche- oder Selbsttötungen sein.

Kersten Steinke, linke Abgeordnete aus Nordthüringen, und ihre Fraktion DIE LINKE im Bundestag haben deshalb einen Antrag in den Bundestag eingebracht. „Betroffene müssen wirksam geschützt werden. Um Mobber juristisch zu stoppen, sind eine Rechtsgrundlage analog zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz zu schaffen und abschreckende Sanktionsmöglichkeiten notwendig.“

Kersten Steinke, 20.01.2020