25. Januar 2018

„Suedlink“-Stromtrasse durch Thüringen

(Beitrag TA vom 24.01.2018 „Netzagentur lehnt alternative Stromtrasse ab“)

Mit Empörung habe ich zur Kenntnis genommen, dass ein weiteres Großprojekt wider ökologischer Vernunft und Bürgerwillen durchgesetzt werden – die „Suedlink“-Stromtrasse von Schleswig-Holstein nach Bayern soll künftig durch den Freistaat Thüringen führen. Ein Hindernis gegen dieses umstrittene Vorhaben wurde von der Bundesnetzagentur aus dem Weg geräumt.

Im Rahmen der Proteste gegen eine dritte neue Stromtrasse durch Thüringen haben sich in der Vergangenheit auch Vertretungskörperschaften der betroffenen Regionen gegen das Projekt positioniert, unter anderem die Kreistagsmitglieder des Landkreises Eichsfeld, die auf der Kreistagssitzung am 29.03.2017 mit einem einstimmigen Votum eine „Resolution gegen die Trassenführung SuedLink“ verabschiedeten. Die Mitglieder des Kreistages forderten u.a. die Einhaltung der gesetzlichen Geradlinigkeit im Trassenverlauf, das Bündelungsgebot mit bestehenden Infrastrukturen (entlang der A7) sowie den Schutz der einzigartigen Kultur –und Naturlandschaft des Eichsfeldes, die durch den vorgeschlagenen Erdkabelkorridor stark beeinträchtigt wäre. 

Wenn Willensäußerungen und Proteste und berechtigte Interessen von betroffenen Kommunen, Waldbesitzern, Landwirtschaftsbetrieben, Bürgerinnen und Bürgern in Thüringen so einfach vom Tisch gewischt werden, bleibt nur eines: die Proteste fortzusetzen. Der Thüringer Ministerpräsident hat sich vorbehalten, mit allen Mitteln rechtlich gegen den Trassenverlauf durch Thüringen vorzugehen.

Ich als Thüringer Bundestagsabgeordnete unterstütze den Protest der Thüringer gegen den geplanten Trassenverlauf und werde mich auf bundespolitischer Ebene für deren Anliegen einsetzen.