22. März 2017 Kersten Steinke

Radeln ist gesund – wenn das Fahrrad nicht geklaut wird

Es ist die Horrorvorstellung jedes Radlers: Man kommt nach der Arbeit aus dem Büro oder der Uni, möchte nach Hause fahren - und das Fahrrad ist weg. Dann heißt es, den Diebstahl bei der Polizei anzeigen und hoffen, dass das Rad gefunden wird.

Doch diese Hoffnung ist in den allermeisten Fällen vergeblich. Die Aufklärungsquote lag in den vergangenen Jahren laut Polizeistatistik relativ niedrig bei rund zehn Prozent. Ganze Banden hätten sich mit Transporter und Schneidwerkzeug auf den Räderklau spezialisiert.

Mehr als 300.000 Fahrraddiebstähle werden bundesweit Jahr für Jahr erfasst. Die Dunkelziffer ist noch viel höher, da nicht jeder Diebstahl zur Anzeige kommt oder durch Versicherungen abgedeckt wird.Damit dies anders wird, ist der Petitionsausschuss heute einstimmig dem Anliegen einer öffentlichen Petition gefolgt: Diese fordert, dass die Daten wie beispielsweise Rahmennummern von gestohlenen Fahrrädern automatisch in das europäische Fahndungssystem – dem Schengener Informationssystem - eingepflegt werden.

Kersten Steinke sieht das sehr pragmatisch: „Immerhin sind zig-Millionen Kfz registriert, warum sollte nicht auch Fahrraddieben das Handwerk gelegt bzw. zumindest erschwert werden.“Die Petition wurde dem Europäischen Parlament zugeleitet, weil dessen Zuständigkeit betroffen ist.