11. Juni 2019

Von Mobbing bis Liebeskummer – Schulsozialarbeit ist wichtig

In der Schule wird den Schülern in erster Linie Wissen vermittelt. Ebenso sollten sie jedoch lernen, wie man Konflikte löst, Streit gewaltfrei beendet und respektvoll miteinander umgeht. Für Kersten Steinke, linke Abgeordnete aus Nordthüringen, „gehört zu einer modernen Bildung in der heutigen konfliktreichen Gesellschaft auch die Stärkung der Sozial- und Lernkompetenzen der Schüler dazu. Zuweilen können diese beeinträchtigt sein, weil das Klima in der Klasse schlecht ist, Schüler gemobbt werden, Liebeskummer haben oder Probleme in der Familie drücken. Dann haben es Lehrer allein oft schwer.“

Schulsozialarbeiter füllen diese Lücke – und unterstützen damit auch die Lehrer. Mit einer sozialpädagogischen Ausbildung ausgestattet, haben sie eine andere Herangehensweise an die Themen, Gefühle und Bedürfnisse der Schüler und können sich Zeit dafür nehmen. Außerdem sind sie institutionell unabhängig von Lehrern, Schulleitung oder Schulbehörde und können neutrale Vertrauenspersonen sein. Schulsozialarbeiter bieten einerseits individuelle Beratung an. Andererseits arbeiten sie mit ganzen Klassen oder kleineren Gruppen.
„Allerdings“, so Kersten Steinke, „wird Schulsozialarbeit häufig durch befristete Programme finanziert. Deshalb fordert DIE LINKE in einem in den Bundestag eingebrachten Antrag, Schulsozialarbeit als Regelleistung im SGB VIII zu verankern und für alle Schüler*innen und an jeder Schule dauerhaft zu ermöglichen.“

Kersten Steinke, 11.06.2019

Quelle: http://www.kersten-steinke.de/nc/mediathek/pressemitteilungen/aktuell/detail/artikel/von-mobbing-bis-liebeskummer-schulsozialarbeit-ist-wichtig-1/